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  © TU Berlin, tubIT, Bearbeiter: Frank Ziemann  -  Update: 12.10.2011
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erstellt:           1998
Update: 12.10.2011

Extra-Blatt

Falschmeldung: Telefonmissbrauch

Angeblicher Missbrauch von Telefonanschlüssen und Mobiltelefonen
Kein Hoax: Neue Abzock-Masche (Jan 2003), diesmal mit 0137-Nummern

Es kursieren E-Mails (vor allem auch in Intranets großer Unternehmen), die vor betrügerischen Firmen warnen, die angeblich einen Weg gefunden haben sollen Telefonanschlüsse anderer Personen (z.B. auch Handy-Benutzer) zu missbrauchen. Im Oktober 2011 kursiert eine leicht modifizierte Variante bei Facebook.

Die Betrüger sollen angeblich bei Personen angerufen haben, um sie unter dem Vorwand erforderlicher Tests zur Eingabe bestimmter Ziffernfolgen zu bringen (z.B. 90# oder 9090). Anschließend sollen sie auf diese Weise auf Kosten dieser Teilnehmer telefonieren können.

[ Originaltexte der Falschmeldungen ]

Fakt ist...
...es gibt diese Anrufer nicht und die geschilderten Szenarien sind auch technisch nicht möglich.
Es wird zudem keine Angabe über das jeweils betroffene Telefonnetz gemacht – das Telekom-Festnetz sowie die Mobilfunknetze von D1 (T-Mobile / Dt. Telekom), D2 (Vodafone), E-Plus und O2 verwenden unterschiedliche Technik, sodass ein bestimmter 'Trick' nur eines dieser Netze betreffen könnte, keinesfalls alle.
Abgesehen davon gibt es solche Tricks nicht. Die Identifizierung eines Mobilfunkteilnehmers erfolgt über die SIM-Karte im Handy. Diese Chip-Karten mögen zwar nicht völlig fälschungssicher sein, auf die beschriebene (oder ähnliche) Art ist eine Leistungserschleichung jedoch nicht möglich. Dies wird auch durch Techniker führender Hersteller von Mobilfunktechnik bestätigt. Eine entsprechende Stellungnahme der Telekom-Tochter ext. LinkT-Mobil bestätigt dies ebenfalls.

Ähnliche Falschmeldungen kursieren in der Schweiz und den USA, wo jeweils die Festnetze betroffen sein sollen. Auch hier handelt es sich um Hoaxes.
Entsprechende Stellungnahmen der Swisscom (schweizerische Telefongesellschaft) vom ext. Link11.12.1998, ext. Link18.02.1999 und ext. Link02.07.1999 finden Sie im Web. Siehe dazu auch den Hoax-Info-Newsletter 7/98.


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