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  © TU Berlin, tubIT, Bearbeiter: Frank Ziemann  -  Update: 26.03.2010
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Spam
Unerwünschte Werbe-Mails

Die derzeit größte Plage im Internet sind Spam-Mails. Das sind unerwünschte und auch nicht bestellte Massen-Mailings, die meist für Produkte werben, die keiner will oder braucht.
Es wird unterschieden zwischen UCE (unsolicited commercial emails - unerwünschte kommerzielle E-Mails) und UBE (unsolicited bulk emails - unerwünschte Massen-Mails). Letztere unterscheiden sich dadurch von ersteren, dass sie nicht für ein käufliches Produkt werben, sondern irgendein anderes Anliegen kommunizieren sollen. Insofern gehören Kettenbriefe aller Art eigentlich auch in diese Gruppe. Der Unterschied ist allerdings, dass UBE von einem Absender ausgeht und direkt an die Empfänger geht, nicht Kettenbrief-artig verbreitet wird.
Für die meisten Empfänger unerwünschter Mails ist diese Unterscheidung eher akademisch - es ist so oder so einfach nur lästig und verstopft die Mailbox.

Woher haben die meine Adresse?!
Spammer arbeiten mit automatischen Programmen, die Web-Seiten, deren Gästebücher, Foren, Chats, Newsgroups usw. nach E-Mail-Adressen durchforsten. Diese Programme arbeiten ähnlich wie die Suchmaschinen und werden Harvester genannt - sie ernten E-Mail-Adressen. Außerdem durchsuchen Trojanische Pferde und andere Computer-Schädlinge, die Sie sich im Web (oft unbemerkt) einfangen können, den PC nach E-Mail-Adressen. Schließlich dienen allerlei Gewinnspiele und dergleichen im Netz hauptsächlich dem Sammeln von Adressen.
Mit diesen Adressen wird innerhalb der Szene ein reger Handel getrieben. Ist eine Adresse einmal bekannt, muss man davon ausgehen, dass man im Laufe der Zeit immer mehr E-Müll bekommt.

Wie schütze ich meine E-Mail-Adresse (Prävention)?
Wichtig ist der sorgsame, verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse, damit sie am besten gar nicht erst in die Hände der Spammer fällt. Dazu gehört, dass die Adresse nicht im Klartext auf eigenen Webseiten steht und nicht unbedacht an Stellen angegeben wird, wo man nicht genau weiß, dass sie nicht an Spammer weitergegeben wird.
Es empfiehlt sich für diese Zwecke eine Zweitadresse anzulegen. Diese nimmt man bei einem FreeMail-Anbieter wie z.B. Freenet.de, GMX, Web.de usw. Bei den meisten dieser Anbieter kann man die Mails an seine eigentliche Adresse weiterleiten lassen. Wird die Zweitadresse mit Spam zugemüllt, kann man sie relativ schmerzfrei wegwerfen und durch eine neue ersetzen. Die eigentliche (Erst-) Adresse teilt man nur guten Freunden und Bekannten mit.
Weiterer Vorteil: Die meisten FreeMail-Anbieter haben inzwischen Spam-Filter im Angebot, die das Haltbarkeitsdatum der Adresse verlängern helfen.   Tipp: Kostenlose Webmail-Dienste im Vergleich (PC-Welt online, 20.09.2007)

Schutz der Adresse durch Kodierung
Wenn man die eigene E-Mail-Adresse auf der eigenen Website angeben will/muss (Impressumspflicht), kann man sie kodieren, damit die Harvester sie nicht erkennen. Dieser Schutz ist allerdings nicht sonderlich zuverlässig/dauerhaft, weil die Harvester auch weiter entwickelt werden. Ein Hilfsmittel für diesem Zweck ist der E-Mail Address Encoder

Ich werde mit Spam überschüttet, was kann ich tun?
Ist das Kind einmal in den Brunnen gefallen, d.h. die eigene Adresse ist in die Hände der Spammer gefallen, kann man im Grunde wenig tun, um diese Flut wieder einzudämmen.
Die wirkungsvollste Maßnahme ist das Ändern der E-Mail-Adresse. Das kann schmerzhaft sein, weil man allen erwünschten Absendern die neue Adresse mitteilen und z.B. Visitenkarten oder Briefbögen neu drucken muss. Spätestens jetzt ist es Zeit für eine Zweitadresse (s.o.).
Auf keinen Fall sollte man auf die oft in Spam-Mails angebotene 'Remove'-Funktion einzugehen. Diese dient in aller Regel nur dazu, die Adresse als gültig und 'wird gelesen' zu klassifizieren und somit aufzuwerten. Man erhält in der Folge meist eher noch mehr E-Müll. Die Spammer können solche verifizierten Adressen für einen höheren Preis weiterverkaufen.
Aus dem gleichen Grund sollte man nie auf Spam-Mails antworten. Hinzu kommt, dass die Absenderangaben oft gefälscht sind.

Aktive Spam-Bekämpfung
Bei Spam aus deutschen Landen oder aus EU-Staaten kann es sinnvoll sein den Absender bzw. dessen Provider zu ermitteln und sich beim Provider über den Spammer zu beschweren. Da unverlangte Werbe-Mails in Deutschland unzulässig sind, hat man einen rechtlichen Anspruch auf Unterlassung. Verantwortungsvolle Provider legen wenig Wert auf spammende Kunden und werden diese (evtl. nach einer Verwarnung) rauswerfen.
Wie man den Provider ermittelt, wird in der deutschen ext. LinkE-Mail-Header-FAQ so gut und ausführlich erklärt, dass ich mir eigene Ausführungen dazu spare.
Den Anspruch auf Unterlassung kann man im Prinzip mit Hilfe eines kompetenten Anwalts mit einer Abmahnung durchzusetzen versuchen. Eine nicht ganz so große Keule ist der "Widerruf der Genehmigung zur Speicherung meiner Daten für werbliche Zwecke". Dafür gibt es einen bewährten Standardtext, der als 'ext. LinkTFFFFF' bekannt ist. Diese Antwort-Mail auf deutschen Spam eignet sich besonders für Spammer, die Spam unter eigener Flagge versenden.
Der meiste Spam kommt jedoch aus USA und wird oft über ungeschützte Mail-Server in China, Korea und anderswo, sowie seit einiger Zeit zunehmend über Botnets verschickt. Da hat es für den Einzelnen wenig Sinn wertvolle Zeit in die Bekämpfung zu investieren.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im September 2005 eine Spam-Beschwerdestelle eingerichtet. Diese wurde mittlerweile wieder dicht gemacht, da die Projektförderung zum Jahresende 2006 ausgelaufen ist.

Spam-Filter
Eine Reihe von FreeMail-Providern bieten inzwischen Spam-Filter an. Ferner gibt es auch Spam-Filter für den Einsatz auf eigenen Mail-Servern (in Unternehmen/Organisationen) und auf dem eigenen PC (privat). Es gibt hier vielversprechende Ansätze, z.B. trainierbare Filter. Meine persönliche Erfahrung mit üblichen Filtern zeigt jedoch, dass allzu oft erwünschte Mails im Spam-Ordner landen und man genauso viel Zeit investieren muss, um diese Mails aus dem Spam-Ordner zu fischen, wie zum manuellen Löschen von Spam aus dem ungefilterten Posteingang.
Daher lautet meine Empfehlung: Probieren Sie es selbst für einige Zeit aus und entscheiden Sie dann.

Ich habe noch Fragen zu Spam
Bitte wenden Sie sich an die Betreiber der unten genannten Websites. Ich befasse mich vorzugsweise, um nicht zu sagen ausschließlich mit Hoaxes, Kettenbriefen, Viren und dergleichen. Auch noch Fragen zu Spam zu beantworten, übersteigt meine zeitlichen Möglichkeiten.

Andere Informationsseiten zum Thema Spam:

Hinweise auf weitere gute, deutschsprachige Websites zu diesem Thema sind willkommen.


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